Herzlich willkommen!

 

Mitte 2018 haben die Fussinger Vereine unter der Leitung von Martin Erler einen Arbeitskreis gebildet, der einstimmig die Meinung vertritt, dass dieses Fest gefeiert werden muss.

Es wurden verschiedene Ausschüsse gebildet, die organisatorisch für diverse Arbeitsbereiche zuständig sind.

Das Festprogramm ist auf dieser Homepage zu ersehen und verspricht ein erlebnisreiches Wochenende.

 

Vielen Dank schon einmal im Voraus allen Engagierten, die zum Gelingen unseres Dorffestes beitragen!

 


 

Grußworte des Bürgermeisters

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ­liebe Fussinger,

 

Bürgermeister Waldbrunn (Westerwald) - Peter Blumich gratuliere dem Ortsteil Fussingen und seinen Bürger­innen und Bürgern ganz herzlich zum 750-jährigen Jubiläum. Fussingen hat es geschafft, in dieser Zeit sei­nen ganz ei­genen Charakter zu bewahren und hat sich in den Jahrhunderten zu einem Ort entwickelt, in dem man gerne lebt, arbeitet und wohnt.

Darauf dürfen Sie stolz sein, liebe Fussinger. Denn durch Höhen und Tiefen haben die Vorfahren und bis heute Sie, durch die Leistungen und den Gemeinsinn Fussingen geformt und belebt. Es werden Traditionen bewahrt und neue geschaffen. Fussingen ist es gelungen, sich anzupassen, mit den Veränderungen der vergangenen 750 Jahre schrittzuhalten und die Aufgaben und Anforderungen, welche der Wandel der Zeiten mit sich bringt, gemeistert.

So ist Fussingen ein Ort, der seinen Bewohner­­innen und Bewohnern viel zu bieten hat und das bereichert nicht nur den Ortsteil, sondern auch die ganze Gemeinde Waldbrunn (Westerwald) und darüber hinaus die Region.

Also ist dieses Jahr ein Jahr der Freude, des Feierns und sich Erinnerns, an das was war und was Fussingen zu dem macht, was es ist.

Fussingen blickt heute auf eine bereits 750-jährige Geschichte zurück. Über die Anfänge wissen wir wenig, das heutige Jubiläum bezieht sich darauf, dass Fussingen im Jahre 1270 erstmals ur­kund­lich erwähnt wurde.

Der Ort erlebte eine wechselvolle Geschichte. Die Zeiten waren oft schwer, wir alle kennen ja die vielen Kriege und Notzeiten, die unsere Region heimsuchten. Aber es gab auch prosperierende Epochen und die Bewohner­innen und Bewohner bewiesen immer wieder viel Tatkraft und Elan, um ihren Alltag zu meistern und die Entwicklung voranzutreiben.

Fussingen hat auch nach dem Zusammen­schluss zur Gemeinde Waldbrunn (Westerwald) seinen eigenen Charakter und sein Zusammengehörigkeitsgefühl bewahrt. Das prägt das Leben im Ortsteil bis heute.

Das kommt natürlich auch im Jubiläumsjahr zum Ausdruck. Die Fussinger Vereine, die Bewohnerinnen und Bewohner, Jung wie Alt, viele machen mit und haben zusammen ein Programm entwickelt, um das Festjahr zu begehen. Die verschiedenen Veranstaltungen laden zum Feiern ein und werden viele begeistern. Von daher möchte ich allen Beteiligten, den Mitwirkenden wie den Organisatoren, ganz herzlich für ihren großen Einsatz danken.

In diesem Sinne wünsche ich allen die mitfeiern ein gutes Gelingen für das Festjahr, viele schöne Momente und weiterhin eine vielseitige und aktive Bürgerschaft, die auch in Zukunft bereit ist, Fussingen zu gestalten.

 

Ihr Bürgermeister

Peter Blum

 


 

Grußworte des Schirmherren

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Fussinger,

 

ich freue mich sehr als gebür­ti­ger Fussinger Sie zu diesem freu­di­gen An­lass be­grü­ßen zu dürfen und gra­tuliere un­se­­rem Fussingen ganz herzlich zum 750-jährigen Jubiläum. Wenn ein Ort sein 750. Jubiläum feiert, ist dies zweifelsfrei ein Grund zum Feiern und ein Ereignis auf das man stolz sein kann.

Fussingen ist ein Ort der viel zu bieten hat. Auch in den vergangenen Jahren haben sich viele von Ihnen ehrenamtlich für das Gemeinwesen in Fussingen eingesetzt. Ein aktives Vereinswesen und viele engagierte Einwohner zeugt von ei­nem guten Zusammenleben und Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft.

Ob als attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Erholungs­räume, die Entwicklung des ländlichen Raums wird auch zukünftig von entscheidender Bedeutung sein. Daher ist mir dessen Stärkung und Förderung ein persönliches Anliegen.

Der ländliche Raum kann nur punkten, wenn den Bürgern ein Heimatgefühl vermittelt wird. Die Menschen müssen sich mit ihrem Ort identifizieren können. Ein intaktes Vereinsleben, Orte der Begegnung und Veranstaltung wie diese festigen und fördern die Dorfgemeinschaft. Das bürgerliche Engagement der Einwohner und das ehrenamtliche Mitwirken in den Vereinen und für die Gemeinde sind unersetzliche Bestandteile für das gesellschaftliche Leben in einer Dorfgemeinschaft.

Eine solche Veranstaltung zu organisieren stellt eine große ehrenamtliche Bereitschaft dar. Ich bedanke mich daher ausdrücklich bei dem vielen ehrenamtlich Engagierten für die Organi­sation und Unterstützung der 750-Jahr-Feier bedanken. Sie beweisen hier vor Ort mit ihrem Einsatz, dass auch in kleinen Orten viel Leben steckt.

Ich wünsche allen ein schönes Festjahr, viele tolle Momente und freue mich auf interessante Veranstaltungen und Treffen.

 

Ihr

Dr. Christoph Ullrich
Regierungspräsident

 


 

Grußworte des Landrates

 

Liebe Fussingerinnen und Fussinger,
liebe Besucherinnen und Besucher,

 

große Ereig­nisse werfen ihre Schatten voraus. In die­sem Jahr wird in Fussingen ordentlich ge­feiert und dies hat einen wun­­derbaren Grund: 750 Jahre ist die erste, urkundliche Erwähnung von Fussingen - damals noch Wissungen oder auch Vessingen genannt - nun her.

Es freut mich sehr, dass bei der Planung des Festjahres alle Fussinger Vereine seit langer Zeit Hand in Hand arbeiten, viele tolle Veranstaltungen planen, eine Chronik entwerfen und sogar eine Fahne kreiert wurde. Dies zeigt, was gemeinsam alles möglich ist und dass unsere Dörfer lebendig sind.

Ein Ortsjubiläum ist ein hervorragender Anlass für einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich bin mir sicher, dass alle Mitwirkenden nicht nur bei der Vorbereitung viel Freude hatten, sondern auch allen Besucherinnen und Besuchern der verschiedenen Veranstaltungen tolle Momente und Eindrücke bescheren.

Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass Fussingen ein wunderbar gestaltetes Festjahr bevorsteht. Sie tragen alle maßgeblich dazu bei, dass unser Landkreis Limburg-Weilburg lebens- und liebenswert ist und auch bleibt.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Festjahr und viele tolle Erlebnisse und Begegnungen.


Herzlichst


Ihr

Michael Köberle

Landrat

 


 

Grußworte von Pfarrer Markus Bendel

 

2020 feiert die Ortsgemeinde Fussingen ein beson­deres Jubiläum. Im Jahre 1270 wur­­­de Fus­sin­gen erstmals ur­kund­lich er­wähnt.

Die Ortsgemeinde Fussingen feiert somit voller Stolz ihren 750. Geburtstag. Doch dabei handelt es sich ja lediglich um die erste ur­­kund­­liche Erwähnung unseres Ortes, die eigentliche Orts­gründung könnte wesentlich älter sein. (Fussingen ist damit älter als beispielsweise die Welt­städte New York und Rio de Janeiro.)

750 Jahre, das ist ein stolzes Alter und ein wahrer Anlass, um ein Festjahr einzuläuten.

Aus einer anfänglich kleinen vorgermanischen Siedlung ist eine Gemeinde mit mehr als 740 Einwohnern erwachsen.

Ich habe kürzlich überlegt, was unser Ort in dieser Zeit alles erlebt haben muss. Königreiche und Staaten sind entstanden und zerfallen, Kriege und Krankheitsepidemien haben gewütet. Eine kaum abzuschätzende Anzahl an Menschen wurde hier geboren, sind hier gestorben, haben hier gelebt oder waren einfach nur auf der Durchreise.

Ich finde, jede und jeder von uns Fussinger ist irgendwie ein Teil der Geschichte unseres Ortes. Deshalb werden wir  gemeinsam auch noch im Laufe des Jahres bei verschiedenen Veranstaltungen diesen Geburtstag  feiern können.

Vielleicht hatten Sie in diesem Jahr ja auch schon Geburtstag und durften diesen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden feiern. War es sogar ein runder Geburtstag oder ein solcher steht Ihnen in diesem Jahr noch bevor? In jedem Fall glaube ich, dass Sie bis dahin ebenfalls einiges in Ihrem Leben erlebt und damit Ihre ganz persönliche Geschichte haben. Allein die Erlebnisse aus Kindheit, Schulzeit, Berufsleben und mit der Familie können dabei vermutlich schon ganze Bände füllen.

In der Geschichte Fussingens hat unsere Kirchengemeinde schon lange einen festen Platz eingenommen. Davon zeugt die katholische Kirche, welche zwischen 1916 und 1918 während des Ersten Weltkriegs im neogotischen Stil erbaut wurde. Sie ist dem heiligen Leonhard von Limoges geweiht.

An gleicher Stelle befand sich als Vorgängerbau eine gotische Kapelle mit unbekanntem Baudatum. Diese wurde 1914 wegen Baufälligkeit gesperrt und abgerissen.

Wo eine Kirche steht, gibt es auch Gläubige. Nicht nur die Gemeinde Fussingen ist 750 Jahre alt, auch der christliche Glaube ist hier 750 Jahre alt.

Dieser Glaube zieht sich wie ein goldener Faden durch die ganze Geschichte unseres Ortes.

Wie eine Schnur die einzelnen Perlen des Rosenkranzes zusammenhält, so verbindet der Glaube die verschiedenen Generationen durch die Jahrhunderte hindurch zu einer Einheit.

Während dieser langen Zeit sind viele Herrscher gekommen und wieder gegangen, Fürstentümer und Reiche sind entstanden und untergegangen. Aber der Glaube blieb in Fussingen lebendig.

Die Fussinger haben auch in schweren Zeiten am Glauben festgehalten. Ab dem Jahr 1536 setzte die Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg ein. Die Einwohner Fussingens mussten zum neuen Glauben konvertieren. Um 1557 trat der Landesherr Johann VI. von Nassau-Dillenburg zum Calvinismus über, was zu einem erneuten Wechsel der Religion führte.

Sie gaben ihren Glauben von Generation zu Generation weiter, doch nur deshalb, weil ihnen ihr christlicher Glaube viel bedeutet hat. Er hat ihnen geschenkt, was sie sonst nirgends finden konnten. 

Im Jahr 1630 wurde der Ort als Teil der Grafschaft Nassau-Hadamar wieder katholisch. Hierzu wurden von Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar die Jesuiten beauftragt. Es muss wohl ein großes aufatmen gegeben haben und da die Einwohner von Fussingen besonders bereitwillig konvertierten, durften sie fortan die Fronleichnamsprozession der Pfarrei Lahr anführen.

Dankbar schauen wir an diesem Jubiläumstag auf die 750-jährige Geschichte unsres Ortes zurück, die auch eine 750-jährige Geschichte des Glaubens ist.

Die Lebenswege vieler Generationen haben sich in der Kirchengemeinde nicht nur hier in den Gottesdiensten gekreuzt, sondern auch in den unterschiedlichen Bereichen des Gemeindelebens.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde das Dorf fast zerstört. Andere Orte in der Nachbarschaft verschwanden ganz von der Karte. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Plünderungen durch bayrische und habsburgische Soldaten. Im Jahre 1632/33 kam es zu starken Verheerungen durch schwedische Truppen. In der Folge brach die Pest unter der notleidenden Bevölkerung aus.

In der herzoglich-nassauischen Epoche nahm die Bevölkerung stark zu und die Landwirtschaft konnte die Familien nicht mehr ernähren. Viele Bewohner reisten deshalb als Hausierer vom Rheinland bis nach Sachsen und in die Schweiz. Gehandelt wurde vor allem mit Töpferwaren, Wäsche und Kleidung. Während des 19. Jahrhunderts kam es vereinzelt zu Auswanderungen nach Nordamerika.

Aus der Zeit vor dem 17. Jahrhundert ist wenig über das Dorf überliefert. Die Bevölkerung lebte überwiegend vom geringen Ertrag der Landwirtschaft auf den eher kargen Böden.

Unser Jubiläum richtet unseren Blick nicht nur 750 Jahre in die Vergangenheit zurück, sondern lenkt ihn auch auf eine für die Ewigkeit offene Zukunft.

Darum verbinden wir mit unserem Dank für die vergangenen Jahrhunderte unsere Bitte an Gott:

Halte auch weiterhin deine schützende Hand über Fussingen und segne alle, die hier wohnen und wohnen werden, dass sie mehr und mehr erfüllt werden von der ganzen Fülle deines Lebens und deiner Liebe.

 

Herzlichst Ihr

  Markus Bendel, Pfr.